Externes Wachstum ist für KMU eine der schnellsten Möglichkeiten, ihr Geschäft auszubauen und ihre Geschäftstätigkeit (Aktivitäten, Dienstleistungen, Kunden) ins Ausland zu erweitern. Ein Fusions- und Übernahmeprozess ist jedoch mit vielen Herausforderungen verbunden, insbesondere im internationalen Kontext.
Bevor Sie Ihre M&A in Deutschland aufnehmen, müssen fünf Voraussetzungen unbedingt erfüllt sein.
1. Integrieren Sie externes Wachstum in Ihre Entwicklungsstrategie
/ Externes vs. Organisches Wachstum: Bestimmen Sie den besten Weg zum Eintritt in ein neues Land, einen neuen Markt. Externe Wachstumsstrategien (M&A oder strategische Allianzen) können in den meisten Fällen schneller sein, aber eine Vorabanalyse ist unerlässlich, bevor ein vollständiger Prozess eingeleitet wird. Sie kann zu Wertverlusten führen, wenn sie nicht korrekt durchgeführt wird.
/ Überprüfen Sie Ihre Finanzierungskapazität (Höhe des Unternehmenswerts), um die Größe des Ziels zu ermitteln, das Sie anstreben können.
2. Einen Projektleiter ernennen
/Benennen Sie einen Projektleiter in Ihrem Unternehmen, der als Schnittstelle zwischen allen an der M&A beteiligten Parteien (Berater, Zielunternehmen, Banken usw.) fungiert.
/ Legen Siejenach Umfang des Projekts den Aufgabenbereich jedes am Projekt beteiligten Mitglieds fest.
In Deutschland: Es kann einige Zeit dauern, bis man ein erstes Feedback von den deutschen Zielpersonen erhält, aber sobald das Interesse einer Zielperson bestätigt wurde, ist es wichtig, reaktiv zu sein.
3. Definieren Sie die ideale Zielgruppe
/Legen Sie die Unternehmensgröße fest (Mitarbeiterzahl, Umsatz/EBITDA, Bilanzsumme).
/Beschreibungder Tätigkeit / Dienstleistungen / Produkte / Branchen / Kunden
/ Legen Sie den geografischen Geltungsbereich fest (Region, Land)
/Legen Siedie weiteren Kriterienfest(Eigentumsverhältnisse, Art des Erwerbs, Art der Kunden, Führungsteam usw.)
4. Sich an kulturelle Unterschiede anpassen
/Kontaktaufnahmemit potenziellen Zielunternehmen: Der erste Kontakt im Rahmen einer M&A ist stets kompliziert, da wir nicht wissen, ob die Zielunternehmen bereit sind, ihre Unternehmen zu verkaufen, oder offen für einen Informationsaustausch sind. Es geht darum, eine Gelegenheit zu schaffen. Jeder Kontakt muss an kulturelle Besonderheiten angepasst werden, um die Chancen zu maximieren, eine Tür zu öffnen und Informationen zu erhalten.
In Deutschland: Unsere Teams vor Ort nehmen direkt telefonisch Kontakt zu den Zielpersonen auf und vereinbaren ein erstes Gespräch auf Deutsch, um Ihr Unternehmen sowie Ihre Ziele und die der Zielpersonen zu besprechen. Der erste Kontakt auf Deutsch hilft dabei, die Gesprächspartner ein wenig zu beruhigen und einen reibungslosen ersten Austausch zu ermöglichen.
/Verhandlungsphaseund M&A : Die Anpassung an kulturelle Unterschiede ist entscheidend: Halten Sie sich an die Tagesordnung bzw. den Zeitplan, kommunizieren Sie klar und deutlich, überstürzen Sie nichts und informieren Sie rechtzeitig im Voraus, falls sich Änderungen ergeben.
Insbesondere in Deutschland: Ihre Präsentationen und Argumente müssen im Austausch klar, fundiert, kurz, auf den Punkt gebracht, informativ und fachlich fundiert sein. Die Beziehung beschränkt sich nicht nur auf Besprechungen: Halten Sie sich unbedingt an den Zeitplan, und sollten Sie eine Besprechung oder ein Telefonat absagen oder verschieben müssen, informieren Sie Ihren Ansprechpartner rechtzeitig im Voraus und vereinbaren Sie einen neuen Termin.
/Beider Integration nach der Übernahme: Setzen Sie einen Planungs- und Projektleiter ein, um die Integration reibungslos durchzuführen. Entscheiden Sie über eine Änderung des Brandings (je nach Markt) und über die gemeinsame Nutzung von Tools (IT, Finanzen, Personalwesen usw.).
5. Legen Sie den Zeitplan fest und bereiten Sie Ihre Unterlagen vor
/Legen Sieden Ablauf der M&A in ihren wichtigsten Schrittenfest: Dauer der einzelnen Schritte (2 Monate für das Screening, 2–3 Monate für die Annäherungsphase, 4 Monate für die Due Diligence usw.). Eine strukturierte Vorgehensweise und eine sorgfältige Planung sind unerlässlich.
/Sichan die Agenda bzw. den Zeitplan des jeweiligen Zielunternehmensanpassen(kann schneller gehen als erwartet, wenn sich das Zielunternehmen in einem aktiven Verkaufsprozess befindet, bzw. länger dauern, wenn das Zielunternehmen zunächst nicht verkaufsbereit ist).
/Eine M&A erfordert eine große Menge an Unterlagen. Sie müssen Folgendes vorbereiten:
- Die Absichtserklärung (LOI): Ein Dokument, in dem eine Vereinbarung zwischen zwei oder mehr Parteien dargelegt wird, bevor diese endgültig geschlossen wird.
- Datenräume (Online-Datenraum): Für die Durchführung eines Datenraum-Prozesses müssen vertrauliche Dokumente zusammengestellt werden, auf die Dritte (Anwälte, Investmentbanken, Wirtschaftsprüfer usw.) während des Prozesses leichter zugreifen können
- Due Diligence: Der Prozess, in dessen Rahmen ein potenzieller Käufer ein Zielunternehmen oder dessen Vermögenswerte im Hinblick auf eine Übernahme bewertet. Zu den relevanten Prüfungsbereichen können die finanzielle, rechtliche, arbeitsrechtliche, steuerliche, IT-bezogene, umweltbezogene sowie die markt- und geschäftliche Situation des Unternehmens gehören.
- Nach Abschluss der Due-Diligence-Prüfung können die Parteien einen endgültigen Vertrag aufsetzen, der je nach Struktur der Transaktion als "Fusionsvertrag", "Aktienkaufvertrag" oder "Kaufvertrag für Vermögenswerte" bezeichnet wird.
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